„Edelmetall“ für DSV 05 - Masters bei den Deutschen Meisterschaften


Vier Mal durften sich die DSV 05 – Masters mit dem Titel „Deutscher Vizemeister“ schmücken, dazu kamen drei 3. und vier (undankbare) 4. Plätze.

Die hamburger Alsterschwimmhalle (50-Meter-Bahn) schien der vierköpfigen Mannschaft des Delmenhorster Schwimmverein von 1905 gut zu bekommen. Mit einem so guten Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften der Masters hatte kam jemand gerechnet. Besonders die drei „Jungmasters“ der Altersklasse 20 zeigten keinen Respekt vor großen Namen und mischten fleißig auf vordersten Plätzen mit.


Carina Czienskowski erschwamm sich Silber als Vizemeisterin über die Bruststrecken von 100 m (1:20,14) und 50 m (0:36,30). Über 50 m Freistil verpaßte sie nur knapp mit 34/100 Sekunden den 3. Platz und wurde Vierte. Aber auch der 8. Platz über 50 m Schmetterling (0:31,49) ist angesichts von 27 Konkurrentinnen beachtlich.

Ebenfalls zwei Mal die Vizemeisterschaft holte sich in der Altersklasse 80 Ernst Walter de Haas in seiner Spezialdisziplin Rückenschwimmen über 50 m (0:56,07) und 100 m (2:07,62). Gegen den Dritten der Europameisterschaften und alten und neuen Deutschen Meister, Gerhard Grosser aus Langwasser, hatte er wie erwartet nicht den Hauch einer Chance. Am meisten freute er sich allerdings über den 4. Platz bei 50 m Freistil (0:50,66), da er nach 10 Jahren vergeblicher Versuche erstmalig seinen Schwimmfreund Friedrich Wilhelm Hübner aus Hildesheim „abhängen“ konnte.

Mit zwei Bronzemedaillen durfte sich Paul Knabel – Altersklasse 20 - schmücken; denn dritte Plätze erreichte er über seine Paradedisziplin Schmetterling 100 m in 1:00,83 sowie 50 m in 0:26,07. Auf der für ihn unüblichen Bruststrecke mußte er dann allerdings mit dem 16. Platz vorliebnehmen.

Der Vierte um Bunde, Felix Ahrens - Altersklasse 20 – überzeugte ebenfalls mit guten Leistungen. Er konnte sich über Bronze bei 50 m Rücken (0:29,50) freuen und erreichte über 100 m Rücken (1:04,19 – persönliche Bestzeit)) Platz 4, wobei er nur 22/100 Sekunden an Silber „vorbeischrammte“. Bei seinem letzten Wettkampf, den 50 m Schmetterling (0:27,98) mußte er sich dann allerdings mit dem 16., einem angesichts von 41 Konkurrenten aber sehr guten Mittelplatz zufriedengeben.

Bei insgesamt 322 Vereinen mit 3681 Einzelstarts hatten die über drei Tage gehenden Deutschen Meisterschaften ein sehr gutes Meldeergebnis und der Hamburger Schwimmverband als Ausrichter wartete mit einer sehr guten Organisation auf. Aufgelockert wurden die Meisterschaften durch künstlerische Darbietungen u.a.des Hamburger K3-Zentrums für Choreographie. Der Parkplatz der Schwimmhalle war zu einem Marktplatz umfunktioniert, auf dem auch die Siegerehrungen durchgeführt und Speisen und Getränke angeboten wurden. Die Mastersschwimmer machten angesichts der durchweg günstigen Witterung reichlich Gebrauch davon, abseits der Wettkämpfe frische Luft schnuppern zu können.

Ob die DSVer ein solch gutes Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften der Masters im nächsten Jahr wiederholen können, erscheint zweifelhaft, da in Delmenhorst für mindestens ein Jahr kein Schwimmbad zur Verfügung steht. Die Trainingsmöglichkeiten in anderen Bädern sind schließlich sehr beschränkt.

Ernst Walter de Haas, 15.6.2010

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